Preise / Preisträger

Preisträger 2011

Prämiert werden herausragende journalistische Beiträge in Bild, Wort und Ton, die das Ausschreibungsthema "Wirtschaft vor Ort" mit seiner regionalen Bedeutung transparent machten und der Öffentlichkeit nahe brachten.

Die gleichrangigen Preisträger 2011 sind:

Dörte Quinckhardt
"Der Weg der toten Tiere"
Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe

Jury: "Es ist ein heikles Thema, dem sich Dörte Quinckhardt im Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen- Lippe widmet: Tierkörper und Teile davon, die nicht zum Verzehr bestimmt sind. Sie fallen etwa in Schlachthäusern an oder wenn Haustiere sterben. Was passiert damit? Wie sieht der Weg der toten Tiere aus? Welche Regeln und Gesetze gibt es und wie wirken sie sich aus? Welche Unternehmen machen hier Geschäfte? Was passiert im Seuchenfall? Wie sehen die Systeme in anderen Ländern aus? Die Autorin beleuchtet in mehreren Artikeln, ergänzt durch Fotos, Grafiken und Tabellen das Thema von allen Seiten. Klar und verständlich geschrieben sind Quinckhardts Beiträge ein Musterbeispiel für informativen Journalismus, der unaufgeregt in die Tiefe geht."


Thomas Schöneich
"Integration und Arbeitsmarkt"
Neue Westfälische

Jury: "Die Serie von Thomas Schöneich ist etwas Besonderes: sowohl thematisch als auch formal. In Interviews und Reportagen zeigt der Autor auf, wie wichtig das Miteinander im Wirtschaftsleben geworden ist. Was ist sinnvoll für Integration, wer muss wie mit wem zusammenarbeiten, damit Aussicht auf Erfolg besteht? Die Antworten auf solche Fragen werden in der Kurzserie informativ zusammengetragen, anschaulich beschrieben und in großzügiger Optik aufbereitet. Vor allem dafür hat der Beitrag einen Preis verdient."


Stefan Aschauer-Hundt, Arkadiusz Goniwiecha, Anne Hundt, Annika Pöggeler, Sebastian Schulz
"Höchst elektrisierend. Unsere neue Mobilität: Das E-Auto kommt."
Süderländer Tageblatt

Jury: "Man kann darüber streiten, ob die Leserschaft des Süderländer Tageblatts den Autoren bis in die letzten Verästelungen und Winkel dieses aktuellen Wirtschaftsthemas gefolgt sind – die Serie umfasste schließlich 30 Teile. Doch eines ist sicher: So gründlich, kritisch hinterfragend und facettenreich ausgestaltet dürfte über die E-Mobilität bisher wohl kaum in einem Lokalteil geschrieben worden sein. Das Redaktionsteam nimmt die selbst gestellte Aufgabe, die Zukunft der regionalen Kfz-Zulieferindustrie vor dem Korridor der Entwicklung des Elektroautos zu beschreiben, überaus ernst und findet eine Fülle von thematischen Ansätzen und Fragestellungen. Die Reportageserie, garniert mit vielen Einzelaspekten, Interviews und kritischen Anmerkungen, ist insgesamt sehr gelungen – und überwiegend auch "höchst elektrisierend" geschrieben. Eine beachtliche Leistung!"


Dieter Lintz, Sabine Schwadorf, Heribert Waschbüsch
"Job & Karriere"
Trierischer Volksfreund

Jury: "Dem Redaktionsteam des Trierischen Volksfreunds ist es eindrucksvoll gelungen, einem Klassiker lokalen Wirtschaftsjournalismus eine besondere Note zu geben. Faktenreich, fundiert und vor allem ohne große Schnörkel wird der Leser durch das Themenfeld geführt. "Farbig, authentisch, nah und unterhaltsam", lobt die Jury – und meint damit Text und Bildsprache gleichermaßen."


Michael Brocker
"Das bleibt in der Familie – Familienunternehmen, die Wirtschaft und die Krise"
Westdeutscher Rundfunk

Jury: "Es tut gut zu hören, wie durch den Beitrag von Michael Brocker das Medium Radio wieder voll zur Entfaltung kommt. Hier gibt es Informationen, begleitet von musikalischen Einspielungen und viel Atmosphäre. Der Beitrag ist ein gelungenes Feature über ein Familien-Unternehmen in Zeiten der Krise, mit Rückgriffen auf die Vergangenheit. Michael Brocker ist ein handwerklich erstklassig gemachter Beitrag gelungen: Er ist authentisch, informativ und unterhaltsam zugleich."


» Dokumentation Journalistenpreis 2011 (PDF)


Der Journalistenpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Er wird sieben Mal in Westfalen und im Rheinland vergeben, und zwar jeweils in der Höhe von 2.000 Euro in den bestehenden und ehemaligen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Koblenz, Münster und Trier. Außerdem wird ein Sonderpreis für besondere Leistungen in Höhe von 1.000 Euro vergeben.

Die Preisverleihungen finden im Sende- oder Zeitungsverbreitungsgebiet des prämierten Beitrages mit prominenten Laudatoren statt.

„Dieser Preis animiert seit Jahren nicht nur einzelne Journalisten, sondern sogar komplette Redaktionsteams, lokale und regionale Wirtschaftsthemen stärker in den Fokus zu nehmen. Sie machen Abstraktes konkret, schaffen Transparenz, Nähe und auch ein tieferes Verständnis.“

Wolfgang Kleideiter, stellvertretender Chefredakteur, Zeitungsgruppe Münsterland Westfälische Nachrichten & Partner, Jurymitglied.